Welche Lösung passt wirklich zu Ihrem Sanierungsbedarf?

Auf LED umrüsten oder Neubau einer LED Flutlichtanlage: Entscheidend ist nicht die einzelne Maßnahme, sondern welches Problem Sie damit tatsächlich lösen.

Entscheidende Kriterien

Woran Sie eine passende Lösung erkennen

Nutzung sichern

Die Beleuchtung sollte die benötigten Sport- und Trainingszeiten zuverlässig unterstützen.

Lichtqualität verbessern

Die Sportfläche sollte für ihre tatsächliche Nutzung passend und gleichmäßig ausgeleuchtet werden.

Energie reduzieren

Ein geringerer Energieverbrauch sollte nicht auf Kosten von Nutzbarkeit oder Lichtqualität gehen.

Bedarfsgerecht steuern

Die Beleuchtung sollte sich sinnvoll an unterschiedliche Nutzungszeiten und Anforderungen anpassen lassen.

Sportstätte berücksichtigen

Halle, Außenplatz, Nutzung und bei Außenanlagen auch das Umfeld müssen zur gewählten Lösung passen.

Grundsatzentscheidung

Welche Lösung passt zu Ihrem Sanierungsbedarf?

LED-Umrüstung

Bestehende Beleuchtung technisch erneuern

Bei einer LED-Umrüstung wird vorhandene Beleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt, dabei wird die vorhandene Infrastruktur, sofern möglich, übernommen und die entsprechenden Leuchten so gewählt, dass das bestmögliche Ergebnis für Sportler und Umwelt erreicht wird

Passt, wenn:

  1. die bestehende Mastverteilung weiterhin geeignet ist
  2. vor allem die Technik erneuert werden soll
  3. Sportstätte, Nutzung und Umfeld bereits passend berücksichtigt sind

Grenze:

Schwächen des bestehenden Beleuchtungskonzepts können bestehen bleiben.

Neubau

Beleuchtung ganzheitlich neu ausrichten

Bei einem geplanten Neubau wird nicht nur die Leuchte betrachtet. Nutzung, Lichtverteilung, Steuerbarkeit, Energieverbrauch und bei Außenanlagen auch das Umfeld fließen gemeinsam in die Planung ein.

Passt, wenn:

  1. mehrere Anforderungen gleichzeitig verbessert werden sollen
  2. keine Infrastruktur vorhanden ist
  3. die bestehende Infrastruktur nicht weiter verwendet werden kann
  4. zuverlässiger Betrieb und langfristige Nutzbarkeit im Mittelpunkt stehen

Grenze:

Die Sportstätte und ihre Anforderungen müssen vorab genauer betrachtet werden. Dadurch ist mehr Planung erforderlich als bei einem punktuellen Austausch.

Welche Lösung passt zu welchem Bedarf?

LED-Umrüstung

Geplanter Neubau

Entscheidungsfrage

Einzelne Defekte beheben

Done
Done

Bestehendes Konzept erhalten

Done
Done

Energieverbrauch reduzieren

Done
Cancel

Lichtverteilung neu bewerten

Done
Done

Steuerung neu ausrichten

Done
Done

Umfeld gezielt einbeziehen

Done
Done

Grundlegenden Sanierungsdruck lösen

Done
Cancel

LED-Umrüstung

Geplanter Neubau

Wenn das bestehende Konzept nicht mehr passt, reicht Umrüsten allein nicht aus

Eine LED-Umrüstung kann vorhandene Technik erneuern. Sie beantwortet aber nicht automatisch die Frage, ob Lichtverteilung, Steuerung und Nutzung noch zu Ihrer heutigen Sportstätte passen.

Wenn beispielsweise Abendzeiten knapp bleiben, die Ausleuchtung Probleme macht oder bei Außenanlagen weiterhin störendes Licht entsteht, sollte nicht nur geprüft werden, welche Leuchte ersetzt wird, sondern wie die Sportstätte künftig beleuchtet werden soll.

Dann wird aus einem Austauschprojekt eine Planungsaufgabe. Genau an diesem Punkt setzt die nächste Entscheidungsphase an.

1

Häufig gestellte Fragen

Es kommt natürlich immer auf die benötigte Helligkeit, die auszuleuchtenden Plätze und die vorhandene oder nicht vorhandene Infrastruktur an.

Wenn Masten und Erdkabel bereits vorhanden sind, kann man inklusive aller Kosten mit ca. 3.500€ - 4.500€ pro zu montierender Leuchte rechnen.

Bei kompletten Neubauten kann man dies nicht für jede Anlage so pauschalisieren, pro Mast sind es inklusive benötigten Erdarbeiten in der Regel zwischen 5.000€ - 10.000€

Dank verschiedenster Dimmfunktionen, wie eine Halbfeldsteuerung oder ein gedimmter Betrieb im Training, kann bei einem 1 zu 1 Umbau bis zu 80% der Stromkosten eingespart werden.

Hier ist es wichtig die Trainer und Mitglieder zu sensibilisieren und diese Möglichkeiten auch zu nutzen, z.B. wenn nur eine Mannschaft trainiert und diese nur den halben Platz braucht, diese auch nur den halben Platz im Trainingsmodus anschaltet.

Moderne LED-Flutlichtanlagen benötigen deutlich weniger Energie als herkömmliche Halogen-Metalldampflampen. Je nach bestehender Anlage, gewünschter Beleuchtungsstärke und Nutzung sind häufig Energieeinsparungen von etwa 60 bis 80 Prozent möglich. Zusätzlich sinken der Wartungsaufwand und die laufenden Betriebskosten.

Die Amortisationszeit ist abhängig von den Investitionskosten, den Betriebsstunden, dem Strompreis und möglichen Fördermitteln. Bei Sportanlagen mit hoher Nutzung kann sich die Investition besonders schnell rechnen. Eine seriöse Berechnung sollte immer auf den tatsächlichen Verbrauchsdaten des Vereins basieren.

Für die energetische Sanierung von Sportstätten stehen regelmäßig Förderprogramme des Bundes, der Länder, der Kommunen oder der Sportverbände zur Verfügung. Die Voraussetzungen und Förderquoten können sich jedoch ändern. Deshalb sollte vor Projektbeginn geprüft werden, welche Programme aktuell genutzt werden können.

Hinter unserem Reiter "Förderungen" finden Sie immer aktuelle Infos dazu.

Nicht automatisch heller, aber in der Regel deutlich gleichmäßiger und gezielter ausgeleuchtet. Entscheidend ist eine professionelle Lichtplanung. Dabei werden Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendung und Lichtverteilung passend zur Sportart und Spielklasse berücksichtigt.

Die erforderliche Beleuchtungsstärke hängt von der Sportart und der Nutzung ab. Für einen Trainingsplatz gelten andere Anforderungen als für einen Platz mit Punktspielen, höherklassigem Spielbetrieb oder Fernsehübertragungen.

Die benötigten Werte sollten anhand der DIN EN 12193, der Verbandsvorgaben und der individuellen Nutzung festgelegt werden.

In vielen Fällen können bestehende Masten weiter genutzt werden. Vorab sollten jedoch Zustand, Höhe, Position und Statik geprüft werden. Besonders relevant sind die zusätzlichen Windangriffsflächen und das Gewicht der neuen Leuchten.

Auch Masttraversen, Leitungen, Sicherungen und Schaltschränke müssen auf ihre weitere Verwendbarkeit kontrolliert werden.

In der Regel müssen Erdkabel nicht ausgetauscht werden. Häufig können vorhandene Leitungen weiterverwendet werden, da LED-Leuchten eine geringere Anschlussleistung benötigen. Trotzdem müssen Kabelquerschnitte, Leitungslängen, Absicherung, Spannungsfall und Einschaltströme technisch geprüft werden.

Die Mastverkabelung wird meistens ausgetauscht, da früher oft nicht UV-beständige Kabel verwendet wurden, die mittlerweile spröde geworden sind.

Das ist oft möglich. Je nach Alter und Zustand müssen jedoch Schütze, Sicherungen, Überspannungsschutz, Schaltschränke oder einzelne Komponenten angepasst oder erneuert werden.

Eine Bestandsaufnahme durch eine Elektrofachkraft schafft hier Sicherheit.

Nein. LED-Leuchten erreichen ihre volle Lichtleistung unmittelbar nach dem Einschalten. Anders als herkömmliche Flutlichtanlagen können sie nach dem Ausschalten auch sofort wieder eingeschaltet werden.

Je nach gewähltem Steuerungssystem ist eine Bedienung über Taster, Tablet, Smartphone, Weboberfläche oder Zugangssystem möglich. Auch zeitabhängige Abschaltungen, Buchungssysteme und eine getrennte Steuerung einzelner Spielfeldbereiche können umgesetzt werden.

Bei einer fachgerecht geplanten Anlage sollte die Blendung gegenüber einer veralteten Anlage deutlich reduziert werden. Entscheidend sind die Qualität der Leuchten, die Optiken, die Mastpositionen und die genaue Ausrichtung.

Eine reine Eins-zu-eins-Umrüstung ohne lichttechnische Planung kann dagegen zu unnötiger Blendung und einer schlechten Lichtverteilung führen.

Eine moderne LED-Anlage kann das Licht deutlich gezielter auf die Spielfläche lenken. Dadurch lassen sich Streulicht und Lichtimmissionen in der Umgebung reduzieren.

Bei nahe gelegener Wohnbebauung kann zusätzlich ein Lichtimmissionsgutachten erforderlich sein. Darin wird geprüft, ob die zulässigen Werte an den angrenzenden Gebäuden eingehalten werden.

LED-Leuchten können das Licht präziser auf die benötigte Fläche begrenzen und unnötige Abstrahlung in den Nachthimmel reduzieren. Zusätzlich können geeignete Farbtemperaturen, geringe Blauanteile und angepasste Betriebszeiten die Auswirkungen auf Tiere und die Umgebung verringern.

Die tatsächliche Umweltverträglichkeit hängt jedoch nicht nur vom Leuchtmittel, sondern vor allem von der Planung, Ausrichtung und Steuerung der gesamten Anlage ab.

Für Sportplätze werden mittlerweile Farbtemperaturen zwischen 3.000 und 4.000 Kelvin eingesetzt. Welche Lichtfarbe geeignet ist, hängt von den Anforderungen des Vereins, möglichen Naturschutzauflagen und der gewünschten Lichtqualität ab. Für den Sportler ist aufgrund der besseren Farbwiedergabe 4.000K das bessere Licht

Bei behördlichen Vorgaben wird oftmals eine Farbtemperatur von maximal 4.000 Kelvin verlangt.

Nein, aber der Wartungsaufwand ist deutlich geringer als bei konventionellen Flutlichtanlagen. Ein regelmäßiger Austausch von Leuchtmitteln entfällt.

Trotzdem sollten Leuchten, Befestigungen, elektrische Komponenten und die Ausrichtung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Die Garantiebedingungen unterscheiden sich je nach Hersteller und Produkt. Vereine sollten nicht nur auf die Dauer der Garantie achten, sondern auch darauf, welche Komponenten abgedeckt sind und ob Arbeitskosten, Hebebühnen, Anfahrt oder Demontage enthalten sind.

Bei uns sind es standardmäig 5 Jahre inkl. allen anfallenden Reparaturkosten

Die reine Montage kann je nach Größe und Zustand der Anlage häufig innerhalb weniger Tage erfolgen. Der gesamte Projektablauf benötigt jedoch mehr Zeit, da zunächst Bestandsaufnahme, Lichtplanung, Förderantrag, Genehmigungen, Statikprüfung, Produktion und Terminplanung erfolgen müssen.

In vielen Fällen kann die Montage abschnittsweise durchgeführt werden. Während der Arbeiten an den Masten müssen einzelne Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Der genaue Ablauf wird frühzeitig mit dem Verein abgestimmt, damit Trainingsausfälle möglichst gering bleiben.

Bei einer reinen Umrüstung auf bestehenden Masten ist häufig keine neue Baugenehmigung erforderlich. Werden jedoch neue Masten errichtet, Mastpositionen verändert oder bauliche Änderungen vorgenommen, kann eine Genehmigung notwendig sein.

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune und sollten frühzeitig mit der zuständigen Baubehörde abgestimmt werden.

Eine Lichtmessung ist empfehlenswert und kann je nach Projekt oder Förderprogramm vorgeschrieben sein. Dabei wird geprüft, ob die geplante Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit auf dem Spielfeld tatsächlich erreicht werden.

Die Ergebnisse werden in einem Messprotokoll dokumentiert.

Kontakt